Vertical Distraction

Performancevideo, 2010, 4 Min., Farbe, Stereo, 16:9, HD
Performancevideo, 2010, 4 Min., Color, Stereo, 16:9, HD

Dennis Feser arbeitet an den Rändern von Performance, Video, Kostüm und Skulptur. Für seine Arbeiten entwickelt er Körpererweiterungen, die auf eigentümliche Weise zwischen Bekleidung, Prothese und skulpturalen Auswüchsen changieren und sich ironisch wie neurotisch mit Identitätsmustern und der Idee des Natürlichen auseinandersetzen. Feser entwickelt seine Arbeiten in langen seriellen Wiederholungen vor der Kamera und zeigt in seinen Videos oft über mehrere Tage realisierte Aktionen in einer rhythmischen Montage. „Vertical Distraction” nimmt als Ausgangspunkt den Stadtkörper Frankfurt und seine Skyline. Feser beschäftigt sich mit den beobachteten Architekturen, ihrem Rückwirken auf den eigenen Körper. Stadtlandschaft betrachtet als Ausformungen eines menschlichen Organismus.

Dennis Feser works on the borderlines of performance, video, costume and sculpture. For his pieces, he develops physical extensions of the body that strangely oscillate between clothing, prosthesis and sculpture-like tumors and that explore patterns of identity and the idea of the natural in an ironic and neurotic way. Feser develops his work in long, serial repetitions in front of a camera and in his videos often concentrates happenings, which took place over a period of several days, into rhythmic montages. “Vertical Distractions” is based on the city of Frankfurt/M and its skyline.. Feser explores the architecture that he sees and its effect on the body. Urban landscape as an aspect of the human organism.

 

Mutwillige Mutationen. Das Video “Vertical Distraction” des Performers und Videokünstlers Dennis Feser ist bestechend konsequent. Auf dem Dach des Mousonturms, vor der bekannten Frankfurter Skyline steht Feser und macht sich zum Alien: Mittels Klebeband, Selleriestangen und Rotkohlblättern schafft er sich Prothesen, wickelt groteske Hörner vom Kopf zu den Schultern oder kristallartige Gebilde um die Beine, mutwillige Mutationen zwischen Fleisch und Pflanze produzierend, die einen grotesken Kontrast zur stoischen Unveränderlichkeit der Hochhäuser bilden und ihn in ein undeutbares Wesen verwandeln. Eine irritierende, tolle Intervention.

(„Das Leben im Dschungel“ von Esther Boldt – http://www.nachtkritik.de/)

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